Andrew Beck

Der 1974 in England geborene Andrew Beck hat bereits in der frühen Kindheit mit großer Leidenschaft gemalt und diese Passion seitdem nicht mehr aufgegeben. Dennoch steuerte der heute in Kanada lebende Künstler nach der Schule zunächst einen bürgerlichen Beruf an, studierte Grafikdesign an der Coventry University und machte erfolgreich Karriere als Grafikdesigner. Die Malerei ließ ihn in der ganzen Zeit jedoch nie los, und so verfeinerte er seine künstlerische Arbeit als Autodidakt immer weiter, bis er schließlich seinen Beruf aufgab, um als freischaffender Künstler zu arbeiten.

Beck war schon als kleiner Junge tief beeindruckt von René Magritte, und auch wenn seine Arbeiten im Stil keine Reminiszenzen erkennen lassen, so haben sie doch in der Motivwahl mit denen von Magritte eines gemeinsam: Sie rufen ein unbestimmtes Gefühl der Verunsicherung hervor und werfen bei dem Betrachter unvermeidlich Fragen auf. Die Malereien von Beck zeigen vordergründig Alltagsszenen im Stil des Realismus, die jedoch stets auf mehr oder weniger offensichtliche Weise Störgefühle hervorrufen. Dies kann in einem Arrangement von Personen und Objekten begründet sein, das den naturwissenschaftlichen Gesetzen der Physik widerspricht, noch häufiger vermutet der Betrachter aber ein unerhörtes Ereignis außerhalb des Bildraumes, auf das die Protagonisten in den dargestellten Szenerien zu reagieren scheinen – durch erstaunte Blicke, unerwartete Gesten, eisige Erstarrung oder gar unerklärte Fluchtbewegungen.

Die Ausarbeitung eines Motivs erfolgt bei Beck selten geradlinig. Er entwirft, verwirft, malt, kratzt die Farbe wieder von der Leinwand, übermalt, lernt dabei, geht einen Schritt zurück und nimmt schließlich einen vollkommen neuen Anlauf. Dieser Prozess wiederholt sich mitunter mehrfach, bevor sich Beck mit einer Arbeit endgültig zufrieden gibt. Dabei ist er stets auf der Suche nach Vereinfachung und findet auf diesem Wege zu seinem ganz eigenen Stil, der auf den Betrachter wie eine moderne Interpretation des amerikanischen Realismus wirkt und damit entfernt an dessen Vertreter wie Charles Sheeler oder Edward Hopper erinnern lässt. Andrew Becks Arbeiten waren bereits in mehreren Ausstellungen in Großbritannien zu sehen und sind in Sammlungen in Großbritannien und den USA vertreten.

»When you find a painting intriguing without knowing why, that’s what I’m striving for.«

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